Kurz gesagt: Ein Anbieter für Geschäftsadressen (Trading Address Provider) erlaubt Ihnen, seine Adresse als die Adresse zu nutzen, die Kunden auf Ihrer Website, Ihren Rechnungen und in der Werbung sehen – meist inklusive Postempfang. Das ist etwas anderes als das Registered Office, die offizielle rechtliche Adresse Ihrer Firma. Es passt zu Firmen, die von zu Hause, online oder aus dem Ausland arbeiten und eine professionelle Adresse ohne eigenes Büro wollen.
Viele Unternehmen brauchen kein ganzes Büro, aber trotzdem eine Adresse, die sie Kunden zeigen können. Ein Anbieter für Geschäftsadressen schließt diese Lücke. Dieser Leitfaden erklärt, was er tut, wie er sich von anderen Adressdiensten unterscheidet und worauf Sie achten sollten.
Was ist eine Geschäftsadresse?
Ihre Geschäftsadresse (Trading Address) ist die Adresse, die Sie öffentlich zeigen: auf Website, Rechnungen, Briefpapier, Google-Unternehmensprofil und Social Media. Dort verorten Kunden und Lieferanten Ihr Unternehmen.
Für eine Limited ist die Geschäftsadresse optional. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Registered Office Address (Geschäftssitz).
Was macht ein Anbieter für Geschäftsadressen?
Ein Anbieter erlaubt Ihnen, seine Geschäftsadresse als Ihre Geschäftsadresse zu nutzen. Die Leistungen umfassen meist:
- Erlaubnis, die Adresse auf Website und Briefpapier zu verwenden.
- Empfang von Post, die an Ihr Unternehmen adressiert ist.
- Scannen, Weiterleiten oder Aufbewahren von Briefen zur Abholung.
- Manchmal einen Telefonservice oder Besprechungsräume.
Das wird oft als virtuelles Büro verkauft.
Geschäftsadresse, Registered Office und Zustellanschrift
- Registered Office (Geschäftssitz) – die offizielle rechtliche Adresse der Firma im öffentlichen Register. Companies House und HMRC schicken offizielle Schreiben dorthin. Sie muss eine geeignete Adresse im selben Landesteil des Vereinigten Königreichs wie die Firma sein und darf kein Postfach sein.
- Zustellanschrift des Directors (Service Address) – die öffentliche Adresse jedes Directors, an die ihm offizielle Dokumente geschickt werden können.
- Geschäftsadresse (Trading Address) – die Adresse, die Sie Kunden zeigen. Sie hat keine formelle rechtliche Funktion, muss aber ehrlich sein. Sie sollten nicht den Eindruck erwecken, Räume zu haben, die Sie nicht haben.
Ein Anbieter kann alle drei liefern, es sind aber getrennte Leistungen.
Wer nutzt einen Anbieter für Geschäftsadressen?
- Unternehmen, die von zu Hause arbeiten und ihre Privatadresse nicht Kunden zeigen wollen.
- Online-Unternehmen, die eine Adresse für Website und AGB brauchen.
- Gründer im Ausland mit einer britischen Firma, die eine Präsenz in Großbritannien wollen.
- Wachsende Unternehmen, die eine Adresse in einer bestimmten Stadt möchten.
- Freelancer und Berater, die viel unterwegs sind.
Vorteile
- Privatsphäre. Ihre Privatadresse erscheint nicht auf Website und in der Werbung.
- Professioneller Auftritt. Eine Geschäftsadresse in einer Großstadt kann Kunden Vertrauen geben.
- Flexibilität. Sie können umziehen, ohne Ihre Geschäftsadresse zu ändern.
- Postbearbeitung. Briefe werden bearbeitet, auch wenn Sie verreist sind.
Für Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Eine Londoner oder Edinburgher Geschäftsadresse gibt Ihrer Limited einen britischen Auftritt, und die Post kann an Ihre Adresse im deutschsprachigen Raum weitergeleitet werden. Beachten Sie aber: Eine britische Adresse allein ändert nichts daran, wo Ihre Firma tatsächlich geführt wird. Das bestimmt unter anderem, wo sie steuerpflichtig ist – klären Sie das mit einem Steuerberater in Ihrem Land.
Was Sie vor Vertragsabschluss prüfen sollten
- Wofür Sie die Adresse nutzen dürfen. Manche Anbieter erlauben die Nutzung als Geschäftsadresse, aber nicht als Registered Office, oder berechnen dafür extra.
- Wie Post bearbeitet wird. Wird sie gescannt, weitergeleitet oder aufbewahrt? Wie schnell? Was kostet die Weiterleitung?
- Pakete. Manche Anbieter nehmen keine Pakete an oder begrenzen die Größe.
- Prüfungen zur Geldwäscheprävention. Ein seriöser britischer Anbieter muss Ihre Identität und Ihr Unternehmen prüfen. Das ist ein gutes Zeichen.
- Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Prüfen Sie, was mit Ihrer Post passiert, wenn Sie kündigen.
- Regeln für Google-Einträge. Manche Online-Karten und Verzeichnisse haben Regeln zu virtuellen Adressen. Prüfen Sie das, bevor Sie sich für die lokale Suche darauf verlassen.
Häufige Fehler
- Annehmen, dass eine Geschäftsadresse ohne Prüfung auch als Registered Office genutzt werden darf.
- Die Privatadresse auf der Website nutzen und später feststellen, dass sie sich kaum aus Suchergebnissen entfernen lässt.
- Beim Anbieterwechsel vergessen, die Adresse auf Rechnungen, bei der Bank und bei HMRC zu aktualisieren.
So hilft Ihnen Form My Company
Wir bieten eine Geschäftsadresse in London oder Edinburgh über unsere Services Virtuelles Büro in London und Virtuelles Büro in Edinburgh, jeweils 350 £ pro Jahr inklusive Mehrwertsteuer. Sie brauchen auch einen Geschäftssitz? Siehe unseren Service Registered Office Address. Unser Privacy Package enthält für das erste Jahr Geschäftssitz, Zustellanschrift für Directors und eine virtuelle Geschäftsadresse.
Häufige Fragen
Ist eine Geschäftsadresse dasselbe wie ein Registered Office?
Nein. Das Registered Office ist die offizielle rechtliche Adresse der Firma. Die Geschäftsadresse ist die Adresse, die Sie Kunden zeigen, und sie ist optional.
Kann ich ein virtuelles Büro als Geschäftsadresse nutzen?
Ja. Das ist einer der Hauptzwecke eines virtuellen Büros.
Brauche ich eine Geschäftsadresse, wenn ich von zu Hause arbeite?
Nein, aber viele nutzen eine, damit ihre Privatadresse nicht auf Website oder Rechnungen erscheint.
Kann ein Anbieter meine Post ins Ausland weiterleiten?
Viele können das, auch nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz. Prüfen Sie, wie oft weitergeleitet wird und was es kostet.